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05.09.2017; 12:30 Uhr
USA: Verleumdungsklage gegen «New York Times« abgewiesen
Sarah Palin unterliegt in Rechtsstreit

Ein US-Bundesgericht hat eine von der Republikanerin und einstigen Kandidatin für das Vizepräsidentenamt Sarah Palin angestrengte Verleumdungsklage gegen die »New York Times« abgewiesen. Wie »Spiegel Online« berichtet, wehrte sich Palin gegen einen Leitartikel der »New York Times« vom Juni diesen Jahres, in dem die Zeitung einen Zusammenhang zwischen ihr und einem Attentat in Virginia vom 14. Juni 2017 erkennen ließ. Palin fühlte sich von der Darstellung verleumdet und erhob Klage.  

Nach der ersten Fassung des Artikels veröffentlichte die »New York Times« eine korrigierte Fassung und wies darauf hin, dass es keine direkte Verbindung zwischen Palin und dem bezeichneten Attentäter gäbe. Es folgte auch eine Entschuldigung auf Twitter.

Vor diesem Hintergrund sah der zuständige Richter den Tatbestand der Verleumdung nicht erfüllt. Er erkannte zwar in dem Leitartikel »ein paar faktische Ungenauigkeiten, die Mrs. Palin betreffen«. Diese seien aber sehr schnell korrigiert worden. Das sei nachlässig, »aber schlicht keine Verleumdung einer öffentlichen Person«, so das Gericht.

Dokumente:

[IUM/ct]

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