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12.09.2017; 22:32 Uhr
Offener Brief: Auftrag der Öffentlich-Rechtlichen soll »zeitgemäß« gefasst werden
Zehn Thesen zur Zukunft der öffentlich-rechtlichen Medien

In einem Gesprächskreis mit Politik und öffentlich-rechtlichen Sendern machen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft stark für einen erweiterten Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der digitalen Medienwelt. Bei den Reformüberlegungen steht für die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner die Frage im Vordergrund, welche Schritte es bedarf, damit der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen Auftrag unter Wahrung seiner besonderen Qualitätsstandards erfüllen kann.

Mit ihren zehn Thesen wollen die Medienexperten »einen Diskussionsimpuls geben, der sich an die Rundfunkkommission der Länder, an die Landesparlamente und nicht zuletzt an die Zivilgesellschaft richtet«.

Die Verfasser plädieren laut »Heise Online« insgesamt dafür, dass die Öffentlich-Rechtlichen ihren Telemedienauftrag weitgehend in Eigenregie fortentwickeln sollten, damit dieser »zeitgemäß« gefasst werde. Nach Auffassung der Verfasser müsse die nach sieben Tagen greifende Löschfrist für bestimmte öffentlich-rechtliche Sendungen in Mediatheken abgeschafft und der eng gefasste Archivauftrag erweitert werden. Auch das Verbot der »Presseähnlichkeit« für Angebote von ARD und ZDF müsse aufgehoben werden. Im Interesse der Allgemeinheit müsse es »starke Plattformen geben, die dem Publikum eine leicht erkennbare Anlaufstelle für öffentlich-rechtliche Angebote bieten«.  

Dokumente:

[IUM/ct]

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